Pressestimmen
Mit Leichtigkeit und Eleganz Organist Rudolf Peter in der Speyerer Gedächtniskirche von juliane sauerbeck Im Rahmen der „Geistlichen Abendmusik" am Samstag in der Speyerer Gedächtniskirche gab der Landauer Organist Rudolf Peter ein begeistert aufgenommenes Konzert an der Kleuker-Orgel. Erhabene Schlichtheit prägte die Wiedergabe von Johann Sebastian Bachs Phantasie und Fuge g-Moll, mit der Peter sein Programm eröffnete.
Dramatisch gestaltete er die Kadenz am Ende der Phantasie, der er in gemessenem Tempo die Fuge folgen ließ. Hier gefiel besonders die Sorgfalt in der Artikulation, mit der es Peter gelang, die kontrapunktische Faktur so profiliert herauszuarbeiten, dass im Gesamteindruck die Einzelstimmen zu einem harmonisch ausgewogenen Relief zusammenfanden. Alle Möglichkeiten der großen Orgel waren in Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite, in einer Bearbeitung von Brockschmidt, gefragt.
Klangwelten tun sich da auf - vielgestaltig wie die Charaktere des gleichnamigen Schauspiels von Ibsen. Peter kennt sie alle und versteht es meisterlich, sie ins rechte Licht zu rücken: den Zauber der „Morgenstimmung", die hintergründige Raffiniertheit von „Anitras Tanz", die ungekünstelte Schlichtheit von „Solveigs Lied" und besonders die polternde Wucht von „In der Halle des Bergkönigs".
Hier sorgte sukzessives Hinzutreten von Registern, mit einem ausgedehnten Accelerando kombiniert, für den rechten Ton. Mit großer Leichtigkeit und Eleganz das genaue Gegenteil zur archaischen Aura des Bergkönigs, zeigte der „Arabische Tanz" die Spannweite von Peters gestalterischem Können, ehe der international erfolgreiche Konzertsolist mit den virtuosen chromatischen Läufen in „Peer Gynts Heimkehr" auch den Beweis für seine stupende Fingerfertigkeit erbrachte.
„Franz Liszt gewidmet" - so ist August Gottfried Ritters dritte Sonate, a-Moll, untertitelt. Man muss kein Kenner sein, um sich ausrechnen zu können, dass dieses Werk einige Ansprüche an seinen Interpreten stellt. Peter meisterte die technischen Vertracktheiten mit geradezu beiläufiger Routiniertheit und krönte seine Darbietungen mit diesem überaus reizvollen Stück romantischer Orgelliteratur. Insbesondere die furiose Variationenserie über einen Cantus firmus bestach durch die Stringenz und Logik ihrer Entwicklung.
Ein langsamer Abschnitt leitete zum triumphal rauschenden Schluss über, den Peter wieder mit äußerster rhythmischer Präzision und klanglich transparent gestaltete. Dem begeisterten Applaus ließ der Kirchenmusiker bereitwillig eine Zugabe folgen, in der nochmals die volle Klangpracht der Orgel zur Entfaltung kam.
Rheinpfalz, 20. Juli 2009
Sein großes musikalisches Können konnte der Organist Rudolf Peter an Orgelwerken von David (Toccata und Fuge f-Moll) und Bach (Fantasie und Fuge g-Moll, BWV 542) zeigen. Gemeinsam mit dem Geiger Lukas David interpretierte er außerdem die kantige Sonate für Violine und Orgel op. 75, die zwei Jahre vor dem Tod Johann Nepomuk Davids entstand.
BNN 22.10.2008
Die Toccata und Fuge E-Dur von Johann Ludwig Krebs eröffneten das Konzert. Geradezu charismatische Größe verströmte die Toccata mit ihrer festlichen Brillanz ... Ruhig, ausgeglichen und mit ausgeprägter Empfindsamkeit spielte Peter den Choral "Vater unser im Himmelreich" von Georg Böhm. An ganz unterschiedlichen Kompositionen (...) demonstrierte Peter das reichhaltige Klangspektrum (...) und formte aus den zur Verfügung stehenden Klangfarben nicht nur wahre musikalische Kleinodien, sondern gab den Werken "stilechte" Dimensionen.
Rheinpfalz, 31.08.2006
Der Konzertsolist verstand es, durch die Wahl der Stücke und sein ausgezeichnetes Spiel die unterschiedlichen Klangfarben der 23 Register der "Königin der Orgel" zur Geltung zu bringen. Vom Münchner Organisten Joseph Rheinberger stammte die "Cantilene" aus der 11. Orgelsonate, deren meditativer Charakter wunderbar zum Ausdruck kam.
Badische Neueste Nachrichten, 29.03.2006
Die Loffenauer konnten sich davon überzeugen, mit welch spielerischer Leichtigkeit der Organist (...) die Orgel zu spielen in der Lage ist. Peter zelebrierte auf der Orgel ein Spektrum, das den Fachmann verzückt nach Hause gehen ließ...
Badisches Tageblatt, 28.03.2006
Was den dreißigjährigen (...) besonders auszeichnet, ist seine technische Souveränität und sein Gefühl für harmonische Klangverschmelzung. Außerdem faszinieren seine farbige, wohldurchdachte Registrierkunst und die zuweilen raffinierten dynamischen Abstufungen innerhalb eines Werkes. Akribisch genau spielte Peter auf der Chororgel die Sonate A-Dur von Mendelssohn Bartholdy. In dem orchestralen, vollgriffigen ersten Satz war jeder einzelne Ton exakt wahrnehmbar.
Rheinpfalz, 19.02.2005
Rudolf Peter schloß sein Programm mit einer wahren Kostabarkeit ab, den "Trois Danses" (...von) Jehan Alain. Dieses (...) hochvirtuose Werk war vom Interpreten sowohl verstanden als auch tief erfühlt. Für die mit Freude, Trauer und Tanz überschriebenen Tanzsätze erreichte der Organist dank brillanter Hand- und Fußtechnik sowie ausgeprägten Klangsinns eine faszinierend farbige, eindringliche Darstellung, die von den Hörern entsprechend aufgenommen wurde.
Badische Neueste Nachrichten, 17.02.2005
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